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Vorarlberger Landeskonservatorium: Konzertprojekt mit der Südwestdeutschen Philharmonie

Presseaussendung, 6. Mai 2019
Vorarlberger Landeskonservatorium

Vorarlberger Landeskonservatorium: Konzertprojekt mit der Südwestdeutschen Philharmonie

Studierende bei Aufführungen von Gustav Holsts „Planeten“ auf Augenhöhe mit Berufsmusikern

Feldkirch, 6. Mai 2019 – Ein Konzertprojekt des Vorarlberger Landeskonservatoriums (VLK) und der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz bringt Studierende und Berufsmusikerinnen und -musiker gemeinsam auf die Bühne. Zur Aufführung am 24. Mai in Radolfzell und am 25. Mai in Feldkirch kommt Gustav Holsts Orchestersuite op. 32 „Die Planeten“. Am Pult steht Ari Rasilainen, Chefdirigent der Südwestdeutschen Philharmonie. Orchesterleiter Benjamin Lack hat das Werk mit dem VLK-Sinfonieorchester einstudiert.

Studierende wirken bei einer Produktion mit Profimusikern mit: Das ist die Idee hinter dem gemeinsamen Konzertprojekt des Vorarlberger Landeskonservatoriums und der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Bei den Aufführungen am 24. und 25. Mai in Radolfzell und Feldkirch stehen über 40 Studierende des VLK auf der Bühne. Sie stellen die Hälfte der Besetzung und werden während einer intensiven einwöchigen Probenphase in engem Austausch von jeweils einem Orchestermusiker der Südwestdeutschen Philharmonie betreut.

In den Berufsalltag schnuppern
Die Südwestdeutsche Philharmonie ist das führende Berufsorchester im Bodenseeraum. In der Zusammenarbeit mit den erfahrenen Musikerinnen und Musikern schnuppern die Studierenden in den Berufsalltag hinein. „Dass Profimusiker unseren Studierenden auf Augenhöhe begegnen, zeigt mir, welches künstlerische Niveau das Landeskonservatorium in die Region ausstrahlt“, freut sich Jörg Maria Ortwein, der künstlerische Leiter des VLK.

„Für uns ist die Förderung der Ausbildung junger Musiker ein zentrales Anliegen im Hinblick auf die Zukunft“, erklärt Insa Pijanka, die Intendantin der Südwestdeutschen Philharmonie. Gleichzeitig biete die erneute Kooperation mit dem VLK die Gelegenheit, sich mit einem spannenden Repertoire zu beschäftigen, welches ansonsten die Möglichkeiten des eigenen Orchesters übersteigen würde.

Planeten und Gottheiten
Auf dem Programm der Konzertabende steht mit der Orchestersuite op. 32 das bekannteste Werk von Gustav Holst – „Die Planeten“. Das Stück des britischen Komponisten wurde 1920 in Birmingham uraufgeführt. Jeder der sieben Sätze ist einem Planeten unseres Sonnensystems zugeordnet, der zugleich auch der Namenspatron einer Gottheit ist. Holst vertonte seine Gedanken und Gefühle zu diesen Konstellationen. Beeinflusst von der damals neuen Musik von Strawinski und Schönberg schuf er eine Komposition in ungewöhnlich großer und spektakulärer Besetzung. Das Stück voll dramatischer Steigerung und mit monumentalen Klangeffekten stellt höchste Anforderungen an die Ausführenden.

Das selten zu erlebende Meisterwerk ist dennoch vielen Menschen bekannt. Auch Nicht-Klassik-Hörer kennen Holsts Stück zumindest in Auszügen aus Blockbustern wie Batman, Gladiator, Star Wars oder auch Tatort: Die kraftvolle Orchestersuite wird gerne für Kino- und Fernsehfilme verwendet.


INFO: www.vlk.ac.at, www.philharmonie-konstanz.de

Vorarlberger Landeskonservatorium: Ensemble PulsArt mit neuer Musik auf Erfolgskurs

Presseaussendung, 18. März 2019
Vorarlberger Landeskonservatorium

Vorarlberger Landeskonservatorium: Ensemble PulsArt mit neuer Musik auf Erfolgskurs

PulsArt, das Ensemble für Neue Musik des Vorarlberger Landeskonservatoriums unter der Leitung von Benjamin Lack, hat 2018 ein erfolgreiches Debüt gefeiert. Mit der Gründung wurde der Stellenwert der zeitgenössischen Musik am Konservatorium neu gewichtet. Bei den Konzerten am 31. März in Feldkirch und am 2. April in St. Gallen werden Schlüsselwerke des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Kompositionen von Studierenden der Kompositionsklasse von Herbert Willi aufgeführt.

Ein engagiertes Team von Studierenden und Lehrenden des Vorarlberger Landeskonservatoriums hat das Ensemble PulsArt im letzten Jahr gegründet. Ziel des neu formierten Orchesters ist die Auseinandersetzung von jungen Musikerinnen und Musikern mit zeitgenössischen Werken – bedeuten diese Interpretationen klanglich und spieltechnisch meist hohe Herausforderungen. Wichtig ist aber auch der Austausch und Kontakt mit den Komponisten.

Feste Größe
Wie dringlich es war, sich der Gegenwart zu öffnen, hat der erfolgreiche Auftakt mit den Konzerten im Frühjahr 2018 bewiesen. „PulsArt hat sich in kürzester Zeit zu einer festen Größe der Neuen Musik im Bodenseeraum entwickelt“, bestätigt Jörg Maria Ortwein, künstlerischer Leiter des Vorarlberger Landeskonservatoriums. Mit dem neuen Ensemble habe man den Studienmöglichkeiten am Haus ein wesentliches und zugleich sehr attraktives Element hinzugefügt.

So versteht sich PulsArt als lebendige Plattform, auf der sich Studierende und Lehrende des Konservatoriums mit der Interpretation Neuer Musik auseinandersetzen. Im Zentrum der diesjährigen Konzerte, die grenzüberschreitend in Feldkirch und St. Gallen stattfinden, stehen Schlüsselwerke des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Stücke von Studierenden aus der Kompositionsklasse von Herbert Willi.

Klassiker und Uraufführung
Zur Aufführung kommen mit Anton Weberns Konzert op. 24, mit Edgar Vareses „Ionisation“ und György Kurtags „Quasi una fantasia“ drei Klassiker der jüngeren Kompositionsgeschichte. Auf dem Programm steht auch die Uraufführung eines Werks von Tristan Uth. Der 1987 in Augsburg geborene, mehrfach international ausgezeichnet Dirigent und Komponist studiert seit 2015 in der Klasse von Herbert Willi. Bei seiner „Musik für Kammerorchester“ kommt ein Klangstein als besonderes Instrument zum Einsatz.

Das 16-köpfige PulsArt-Ensemble spielt am 31. März und 2. Mai auch das Vibraphon-Konzert von Raphael Lins. Der gebürtige Vorarlberger studiert seit 2015 Komposition am Landeskonservatorium. Sein Stück wurde im vergangenen Jahr im Rahmen des ORF-Festivals „Texte und Töne“ uraufgeführt.

Als Solisten verstärken Benjamin Engeli am Klavier und Percussionist Slavik Stakhov das Ensemble. Engeli unterrichtet seit 2013, Stakhov seit 2017 am Konservatorium. Beide gelten in ihrem Fach als äußerst vielseitige Musiker, die neben ihrer solistischen Tätigkeit auch eine Begeisterung für die Vielfalt von Kammermusik haben.

Vorarlberger Landeskonservatorium auf dem Weg zur Privatuniversität

Presseaussendung - Vorarlberger Landeskorrespondenz (VLK)
Donnerstag, 7.3.2019
Bildung/Musik/Konservatorium/Schöbi-Fink

Vorarlberger Landeskonservatorium auf dem Weg zur Privatuniversität


LR Schöbi-Fink: Langfristige Verankerung als „die“ Musikhochschule in der Bodenseeregion

Feldkirch (VLK) – Das Vorarlberger Landeskonservatorium (VLK) prägt seit über 40 Jahren das kulturelle und auch gesellschaftliche Leben in Vorarlberg wesentlich mit. Diese Weiterentwicklung ist jedoch behindert, weil akademische Zertifierungen aus rechtlichen Gründen nur mit Zustimmung von Universitäten außerhalb Vorarlbergs vergeben werden können. Die Lösung: Das Landeskonservatorium soll eine eigenständige Hochschule werden – „das Land hat dazu den Projektauftrag zur Prüfung erteilt“, informiert Landesrätin Barbara Schöbi-Fink: „Wir wollen das Landeskonservatorium als die führende Musikhochschule in der Bodenseeregion verankern“.

Das Vorarlberger Landeskonservatorium bildet Musikerinnen und Musiker im
Rahmen des Künstlerischen Diplomstudiums und der Studienrichtung Instrumental und
Gesangspädagogik aus. Aufgrund des derzeitigen Rechtsstatus als Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht können akademische Zertifizierungen nur mit Zustimmung von Universitäten außerhalb Vorarlbergs vergeben werden, derzeit konkret durch die Musikuniversität Mozarteum Salzburg. Studienangebote orientieren sich deshalb  in erster Linie an den Interessen und Strategien dieser  Universitäten und nicht an den Erfordernissen und Zielen des VLK. Um nicht an Attraktivität zu verlieren, ist eine eigenständige und von Institutionen außerhalb Vorarlbergs  unabhängige Entwicklung von Studienangeboten von großer Bedeutung – Schöbi-Fink: „Nur so kann das Studienangebot auf die kulturellen und gesellschaftlichen Bedürfnisse Vorarlbergs langfristig ausgerichtet werden“.

Errichtung einer Privatuniversität

Nach den derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen kommt nur eine Privatuniversität mit der Trägerschaft Land Vorarlberg in Frage. Eingerichtet werden sollen zwei Bachelor-Studiengänge und mindestens ein Master-Studiengang. Die Entwicklung von Studiengangsteilen, die für die Ausbildung von Musikschullehrenden relevant sind, erfolgt in enger Abstimmung mit dem Vorarlberger Musikschulwerk. Ziel ist die Entwicklung von Studiengängen, die als tragfähige Ausbildung für künftige Musikerinnen und Musiker sowie Musikpädagoginnen und -pädagogen verankert werden können. „Der Bildungsstandort Vorarlberg würde damit insgesamt aufgewertet“, ist sich Landesrätin Schöbi-Fink sicher.

Projektleiter ist Peter Schmid, Geschäftsführer der Vorarlberger Landeskonservatorium GmbH. Bei der Entwicklung der Studienangebote ist
Aus Sicht des Landes insbesondere zu berücksichtigen:
- die spezifische Situation in Vorarlberg inklusive künftiger Entwicklungen in der Bildungs- und Kulturlandschaft sowie sonstiger gesellschaftlicher Entwicklungen
- die Anforderungen und Erwartungen von künftigen Arbeitgebern der Absolventen von künstlerisch-pädagogischen Studien
- der Einbezug von Systempartnern wie dem Musikschulwerk, Verbänden und insbesondere weiterer Experten aus Wissenschaft und Hochschulen sowie künftiger Arbeitgeber in die Entwicklungsarbeit

Die VLK hat derzeit etwa 330 Studierende, davon 70 Prozent aus Österreich und der EU. 30 Prozent kommen aus Nicht EU-Ländern wie insbesondere der Schweiz und Liechtenstein. Rund 65 Lehrende unterrichten in berufsqualifizierenden Studiengängen, einem künstlerischen Basisstudium sowie in Lehrgängen für Elementare Musikpädagogik und Chorleitung.

Am Ende des Prozesses und nach Klärungen der Finanzierung wird die Landesregierung über den Antrag auf Akkreditierung entscheiden.

Redakteur/in: Thomas Mair

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Studierende des Vorarlberger Landeskonservatoriums veranstalten Klangrausch

Presseaussendung, 4. März 2019
Vorarlberger Landeskonservatorium

Studierende des Vorarlberger Landeskonservatoriums veranstalten Klangrausch

Im Künstlerhaus Bregenz erklingen am 23. März Kurzkonzerte auf allen Etagen

Feldkirch, 4. März 2019 – Das Vorarlberger Landeskonservatorium versetzt das Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis in Bregenz für einen Abend in einen Klangrausch. Studierende und Lehrende laden am 23. März zu einem neuartigen Konzerterlebnis ein. In Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Bregenz, wo derzeit auch Kunststudenten aus Braunschweig ausstellen, konzipieren sie eine musikalische Wanderung. Kurzkonzerte mit Kompositionen von Barock bis Moderne führen durch alle Stockwerke des Hauses.
Klangvielfalt aus allen Epochen und auf allen Etagen: Das Projekt Klangrausch wandert am 23. März durch das ganze Künstlerhaus. Dazu haben rund 40 Studierende des Seminars Kulturmanagement unter Dozent Christoph Thoma am Vorarlberger Landeskonservatorium eine Reihe von 15- bis 30-minütigen Kurzkonzerten erarbeitet.

Von Barock bis Filmmusik
Das Repertoire reicht von Barockklängen über Lieder von Gustav Mahler bis hin zu einem „Grand Film Music Medley“. Haydns „Reiterquartett“ wird ebenso aufgeführt wie Beethovens achtes Streichquartett. Zeitgenössische Kompositionen stammen von Darius Grimmel aus Lindau sowie von den Vorarlberger Komponisten Michael Amann und Simon Frick, der sich auch als Geiger im experimentellen Jazz einen Namen gemacht hat. Sein Violaquartett wird an diesem Abend uraufgeführt.
„Den Studierenden ist es gelungen, in einem modernen Format eine durchgehende Dramaturgie für das Künstlerhaus zu entwickeln“, freut sich Jörg Maria Ortwein. Der künstlerische Leiter des Landeskonservatoriums betont die Bedeutung von praxisorientiertem und projektbezogenem Arbeiten schon während der Ausbildung.

Ein Haus öffnet sich
Inhaltlicher Anknüpfungspunkt im Künstlerhaus Bregenz ist die Ausstellungsreihe „Zur Zeit“, die diesmal Studierende der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig vorstellt. „Der Blick an die Universitäten ist uns wichtig“, betont Maria Simma. Die Präsidentin der Berufsvereinigung bildender Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs freut sich, dass sich das Haus öffnet und unterschiedliche Sparten miteinander in Berührung kommen.

Fade-Out im Foyer
Zum Abschluss spielen die Musiker des Vorarlberger Landeskonservatoriums dem Publikum ab 22 Uhr zum musikalischen Rausch im Tanz auf: „The Alehouse Session“ bringt britische Kneipenmusik des 17. Jahrhunderts zum Klingen – eine Zeit, in der die Musiker, bedingt durch Oliver Cromwells Edikt, nicht mehr in den kulturellen Einrichtungen, sondern nur noch in den Tavernen und Wirtshäusern spielen durften.

Weitere Informationen: www.vlk.ac.at

 


Klangrausch. Das Konzertfest des Vorarlberger Landeskonservatoriums

Samstag, 23. März 2019, 18 Uhr, Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis, Gallusstraße 10, Bregenz
Musikalische Wanderung in Kurzkonzerten von Barock bis Moderne mit 40 Studierenden und Lehrenden des Vorarlberg Landeskonservatoriums durch das Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis. Mit Werken von Beethoven, Piazzolla, Brahms, Haydn, Zemlinsky, Poulenc und anderen.
Karten: an der Abendkasse sowie im Vorverkauf auf www.v-ticket.at
Eintritt für Erwachsene 15 Euro, für Schüler und Jugendliche 10 Euro