Pressemitteilungen

PulsArt: Gemeinsam auf dem Weg zu Neuer Musik

Presseaussendung, 26. Februar 2020
Vorarlberger Landeskonservatorium

PulsArt: Gemeinsam auf dem Weg zu Neuer Musik

Kooperation als gelungenes Experiment

Feldkirch, 26. Februar 2019 – Das Ensemble PulsArt unter der Leitung von Benjamin Lack startet in seine dritte Saison. „Es geht um eine Zusammenarbeit aller Beteiligten, die sich gemeinsam auf den spannenden Weg zu Neuer Musik machen“, erklärt Jörg Maria Ortwein, der künstlerische Leiter des Landeskonservatoriums (VLK). In diesem Jahr stehen drei Konzerte auf dem Programm: Dem Heimspiel in Feldkirch am 22. März folgen Auftritte in St. Gallen (4. Mai) und tags darauf im vorarlberg museum. Im Zentrum steht eine Uraufführung des VLK-Dozenten Francisco Obieta.

PulsArt, das Ensemble für Neue Musik am Vorarlberger Landeskonservatorium, bleibe seinen ehrgeizigen Zielen treu, erklärt Jörg Maria Ortwein: „PulsArt stellt die stilistische Bandbreite der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts in den Mittelpunkt. Zum einen wollen wir auf höchstem Niveau zentrale Meisterwerke aufführen, zum anderen Komponistinnen und Komponisten der Region eine Plattform bieten.“

Auf Francisco Obieta trifft diese Beschreibung zu: Der 63-Jährige, der aus Buenos Aires stammt, leitet seit 1992 eine Klasse für Kontrabass und Kammermusik am VLK. Er musiziert in verschiedenen Tango-Formationen und ist Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben. Sein Stück „A Fallout of Nightmares“ feiert am 22. März in Feldkirch seine Uraufführung.

Persönlicher Austausch
Neue Musik gehört zum Profil des Landeskonservatoriums. Diese Ausrichtung kommt beim Publikum gut an, wie die große Nachfrage beweist. Ungewöhnlich ist die Vorgehensweise des Ensembles, die Ortwein mit einem Labor vergleicht: „Bei PulsArt machen sich alle Beteiligten gemeinsam auf einen Weg. Das ist bei diesem Ensemble noch viel mehr als bei anderen Projekten der Fall. Lehrende sind verstärkt in die Werkauswahl und in die gemeinsame Arbeit mit den Studierenden eingebunden.“ Die Auswahl der Stücke erfolge in einer Runde von Fachkollegen des Hauses – nicht allein von der künstlerischen Leitung des Ensembles. So entstehe ein persönlicher Austausch zwischen Komponistinnen bzw. Komponisten, Studierenden und dem Publikum.

Von Großbritannien bis in die Türkei
Auf dem Programm der Konzerte steht neben Obietas „A Fallout of Nightmares“ die Kammerfassung der „Piccola musica notturna“ aus der Feder von Luigi Dallapiccola. Er gilt als der namhafteste Vertreter der italienischen Zwölftontechnik, deren Konzept Arnold Schönberg entwickelte. Die Opern Dallapiccolas aus den 1940er-Jahren gelten heute als Klassiker der Moderne. Daneben schrieb er Kammermusik, Klavierstücke sowie Werke für Chöre und Orchester.
Ince Kamran bringt in seinem Schaffen die Musik des Balkans und der Türkei zusammen. PulsArt lässt sein Werk „Waves of Talya“ erklingen. Als Kompositionslehrer unterrichtet er an der Universität Memphis und der Technischen Universität Istanbul. Kamran ist Guggenheim-Stipendiat und wurde mit dem Rome- sowie dem Lili-Boulanger-Preis ausgezeichnet.
Den Abschluss des Abends markiert das Stück „Release“ von Mark-Anthony Turnage. Er gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Musikvermittlern und Klangschöpfern. Sein Schaffen ist stark inspiriert vom Jazz, insbesondere von Miles Davis. Im Jahr 2015 ernannte ihn Queen Elizabeth II. zum „Commander of the Order of the British Empire“.

„Über Grenzen“
Die beiden Konzerte im Mai finden im Rahmen des Bodenseefestivals statt – dem Kulturfestival in den vier Anrainer-Ländern des Bodensees. Es widmet sich jedes Jahr mit 60 bis 70 Veranstaltungen einem thematischen Schwerpunkt. Heuer lautet es passenderweise „Über Grenzen“. Kooperationspartner am 4. und 5. Mai sind das vorarlberg museum sowie newart music contrapunkt, ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in St. Gallen.

Info: www.vlk.ac.at / www.bodenseefestival.de

Vorarlberger Landeskonservatorium: Symposium "Musik und Gesellschaft"

Presseaussendung, 27. Jänner 2020
Vorarlberger Landeskonservatorium

Vorarlberger Landeskonservatorium ermöglicht internationale Impulse

Symposium „Musik und Gesellschaft“

Feldkirch, 27. Januar 2020 – Auf dem Weg zur Privatuniversität präsentiert sich das Vorarlberger Landeskonservatorium als Impulsgeber für innovative Musikprojekte. Am 4. und 5. Februar 2020 findet im Montforthaus ein internationales Symposium zum Thema „Musik und Gesellschaft“ statt.

Erwartet werden ca. 150 Besucherinnen und Besucher aus dem Bodenseeraum. Referenten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz stellen in kurzen Vorträgen praktische Beispiele vor, wie Musik in die Gesellschaft wirkt – auf regionaler, sozialer und individueller Ebene. Die Veranstaltung soll zu eigenen Musikprojekten ermutigen.

Gesellschaftliches
Engagement„Jedem Kind ein Instrument“ fordert beispielsweise Gerhard Müller, Direktor der Musikschule Konservatorium Bern. Aktives Musikmachen fördere die Integration und diene einer ganzheitlichen Erziehung. „Raus aus dem Konzertsaal, rein in den sozialen Brennpunkt“ ist die Devise von Tim Spotowitz, der als pädagogischer Leiter im Potsdamer Bürgerhaus am Schlaatz arbeitet. Der Kulturmanager hat erlebt, wie Oper Toleranz an der Schule fördern kann.
Als Referentinnen kommen unter anderen Konservatoriums-Dozentin Evelyn Fink-Mennel („Alltagskunst als Innovations- und Integrationsfaktor in Unternehmen der Bodenseeregion“) sowie Christine Rhomberg von der Hilti Foundation zu Wort. Sie beschäftigt sich mit verborgenen Potentialen und der Macht der Musik.

Neue Formate
Um regionale Aspekte geht es bei den Vertretern der Montforter Zwischentöne: Edgar Eller, Hans-Joachim Gögl und Folkert Uhde sehen neue Konzertformate als Beiträge zur Stadtentwicklung. Ensembles des Landeskonservatoriums sowie der Superar-Chor übernehmen die musikalische Untermalung des zweitägigen Symposiums.

„Strategischer Schritt“
Für den künstlerischen Leiter des Landeskonservatoriums, Jörg Maria Ortwein, stehen sein Haus und das Symposium gleichermaßen als „Impulsgeber für innovative Ansätze. Ziel ist es, die entstehende Musikprivatuniversität als eine ideale Plattform zur Entwicklung von künstlerischen Persönlichkeiten zu etablieren, die vielschichtig in die Gesellschaft hineinwirkt.“ Die Studierenden sollen nachhaltig und mit ausgeprägter Praxisorientierung auf den späteren Berufsweg vorbereitet werden. „Das Symposium ‚Musik und Gesellschaft‘ ist ein wichtiger strategischer Schritt auf dem Weg zur Privatuniversität“, formuliert Peter Schmid, Geschäftsführer des Vorarlberger Landeskonservatoriums.

Vernetzung
Durch die Lage im Vierländereck Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein treffen sich Akteure aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zur Information und Vernetzung. Die Tagung soll alle zwei Jahre stattfinden. Partnerschaften mit der Hilti Foundation, der Stadtkultur und Kommunikation Feldkirch sowie der Internationalen Bodenseehochschule ermöglichen dies.

Informationen zu den Referenten und zur Anmeldung unter www.vlk.ac.at/symposium

 

Vom Vorarlberger Landeskonservatorium zur Stella Vorarlberg Privatuniversität für Musik

Presseaussendung, 14. Jänner 2020
Vorarlberger Landeskorrespondenz

Vom Vorarlberger Landeskonservatorium zur Stella Vorarlberg Privatuniversität für Musik

Land gibt grünes Licht für Akkreditierungsantrag

Die Weiterentwicklung des Vorarlberger Landeskonservatoriums zu einer Privatuniversität für Musik nimmt konkrete Formen an. Profil, Zielsetzung und Studienprogramme der künftigen Stella Vorarlberg Privatuniversität für Musik sind ausgearbeitet worden. Mit der heute, Dienstag, erteilten Finanzierungszusage der Landesregierung kann nun der Akkreditierungsantrag bei der Agentur für Qualitätssicherung eingereicht werden. Wird die – gesetzlich auf die Dauer von sechs Jahren festgelegte – Erstakkreditierung erteilt, so ist geplant, dass die Privatuni zu Beginn des Sommersemesters 2021 ihren Betrieb aufnehmen kann. „Wir wollen die Stella Privatuniversität als die führende Musikhochschule im Bodenseeraum etablieren. Damit erfährt der Bildungsstandort Vorarlberg erneut eine beträchtliche Aufwertung“, so Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink im Pressefoyer.

Vorarlberger Landeskonservatorium: Sinfonische Weihnacht

Presseaussendung, 28. November 2019
Vorarlberger Landeskonservatorium

Vorarlberger Landeskonservatorium lädt zur „Sinfonischen Weihnacht“

Sinfonieorchester des VLK spielt am 15. Dezember Tschaikowski und Eötvös

Feldkirch, 28. November 2019 – Am dritten Adventsonntag lädt das Vorarlberger Landeskonservatorium (VLK) zu einem seiner musikalischen Höhepunkte des Jahres – der traditionellen „Sinfonischen Weihnacht“. Im Festsaal spielt das Sinfonieorchester unter der Leitung von Benjamin Lack „Speaking Drums“ von Péter Eötvös und die vierte Sinfonie von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Solist ist der Schlagzeuger Slavik Stakhov.

„Unser Sinfonieorchester hat sich unter Benjamin Lack zu einem Klangkörper entwickelt, der auf höchstem Niveau agiert“, sagt Jörg Maria Ortwein, künstlerischer Leiter des Landeskonservatoriums. Von dieser Qualität kann sich das Publikum am 15. Dezember bei der „Sinfonischen Weihnacht“ wieder überzeugen. Im Festsaal stehen das 2013 uraufgeführte „Speaking Drums“ von Péter Eötvös sowie die 1878 erstmals gespielte vierte Sinfonie von Tschaikowski auf dem Programm. Unter der Leitung von Benjamin Lack wird Schlagzeuger Slavik Stakhov als Solist auftreten.


Positive Entwicklung
Benjamin Lack hat das Sinfonieorchester zu einem fixen Bestandteil der Kulturszene im Bodenseeraum gemacht. Für Musiktheaterproduktionen kooperiert man erfolgreich mit den Theatern in Lindau und St. Gallen sowie mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. „Das Landeskonservatorium möchte Impulse setzen“, ergänzt Ortwein. „Kunst im Allgemeinen und Musik im Speziellen haben eine hohe Bedeutung in der Gesellschaft. Diese zu vermitteln, ist auch das Anliegen unseres Sinfonieorchesters.“

Darüber hinaus bieten die Konzerte auch Lehrenden die Möglichkeit, sich als Künstler zu präsentieren. Bei deren Berufung orientiert sich das VLK an internationalen Qualitätsstandards, die Schlagzeuger Slavik Stakhov, der dieses Mal zum Zug kommt, definitiv erfüllt: Er ist seit dem Wintersemester 2017/18 in Feldkirch tätig und konzertierte schon mit Martin Grubinger, Bobby McFerrin und Jon Lord von Deep Purple. Nach seinem Studium in Odessa und Freiburg wirkte er in namhaften Ensembles wie dem Ensemble Modern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin oder der Bayerischen Staatsoper mit. Er arbeitete mit renommierten Dirigenten wie beispielsweise Claudio Abbado, Kent Nagano, Pierre Boulez – und Péter Eötvös – zusammen.


Abwechslungsreiches Programm
Der ungarische Komponist und Dirigent Péter Eötvös (*1944) ließ sich zu „Speaking Drums. Four poems for percussion solo and orchestra“ von indischen Trommlern inspirieren, die das trommeln, was sie sagen. Daher bietet das Werk auch Texte des ungarischen Dichters Sandor Weöres sowie des indischen Dichters Jayadeva aus dem 12. Jahrhundert.

Parallel zur Oper „Eugen Onegin“ schrieb Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840 – 1893) seine Sinfonie Nr. 4 f-Moll, op. 36. Er widmete sie seiner Gönnerin Nadeschda von Meck. Die vierte gehört mit zu Tschaikowskis beliebtesten Sinfonien und wurde unter anderem von Leonard Bernstein und Herbert von Karajan auf Tonträger verewigt.


INFO: www.vlk.ac.at

 

Vorarlberger Landeskonservatorium: Konzertprojekt mit der Südwestdeutschen Philharmonie

Presseaussendung, 6. Mai 2019
Vorarlberger Landeskonservatorium

Vorarlberger Landeskonservatorium: Konzertprojekt mit der Südwestdeutschen Philharmonie

Studierende bei Aufführungen von Gustav Holsts „Planeten“ auf Augenhöhe mit Berufsmusiker/innen

Feldkirch, 6. Mai 2019 – Ein Konzertprojekt des Vorarlberger Landeskonservatoriums (VLK) und der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz bringt Studierende und Berufsmusiker/innen gemeinsam auf die Bühne. Zur Aufführung am 24. Mai in Radolfzell und am 25. Mai in Feldkirch kommt Gustav Holsts Orchestersuite op. 32 „Die Planeten“. Am Pult steht Ari Rasilainen, Chefdirigent der Südwestdeutschen Philharmonie. Orchesterleiter Benjamin Lack hat das Werk mit dem VLK-Sinfonieorchester einstudiert.

Studierende wirken bei einer Produktion mit Profimusikern mit: Das ist die Idee hinter dem gemeinsamen Konzertprojekt des Vorarlberger Landeskonservatoriums und der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Bei den Aufführungen am 24. und 25. Mai in Radolfzell und Feldkirch stehen über 40 Studierende des VLK auf der Bühne. Sie stellen die Hälfte der Besetzung und werden während einer intensiven einwöchigen Probenphase in engem Austausch von jeweils einem oder einer Orchestermusiker/in der Südwestdeutschen Philharmonie betreut.

In den Berufsalltag schnuppern
Die Südwestdeutsche Philharmonie ist das führende Berufsorchester im Bodenseeraum. In der Zusammenarbeit mit den erfahrenen Musiker/innen schnuppern die Studierenden in den Berufsalltag hinein. „Dass Profimusiker/innen unseren Studierenden auf Augenhöhe begegnen, zeigt mir, welches künstlerische Niveau das Landeskonservatorium in die Region ausstrahlt“, freut sich Jörg Maria Ortwein, der künstlerische Leiter des VLK.

„Für uns ist die Förderung der Ausbildung junger Musiker/innen ein zentrales Anliegen im Hinblick auf die Zukunft“, erklärt Insa Pijanka, die Intendantin der Südwestdeutschen Philharmonie. Gleichzeitig biete die erneute Kooperation mit dem VLK die Gelegenheit, sich mit einem spannenden Repertoire zu beschäftigen, welches ansonsten die Möglichkeiten des eigenen Orchesters übersteigen würde.

Planeten und Gottheiten
Auf dem Programm der Konzertabende steht mit der Orchestersuite op. 32 das bekannteste Werk von Gustav Holst – „Die Planeten“. Das Stück des britischen Komponisten wurde 1920 in Birmingham uraufgeführt. Jeder der sieben Sätze ist einem Planeten unseres Sonnensystems zugeordnet, der zugleich auch der Namenspatron einer Gottheit ist. Holst vertonte seine Gedanken und Gefühle zu diesen Konstellationen. Beeinflusst von der damals neuen Musik von Strawinski und Schönberg schuf er eine Komposition in ungewöhnlich großer und spektakulärer Besetzung. Das Stück voll dramatischer Steigerung und mit monumentalen Klangeffekten stellt höchste Anforderungen an die Ausführenden.

Das selten zu erlebende Meisterwerk ist dennoch vielen Menschen bekannt. Auch Nicht-Klassik-Hörer kennen Holsts Stück zumindest in Auszügen aus Blockbustern wie Batman, Gladiator, Star Wars oder auch Tatort: Die kraftvolle Orchestersuite wird gerne für Kino- und Fernsehfilme verwendet.


INFO: www.vlk.ac.at, www.philharmonie-konstanz.de

Vorarlberger Landeskonservatorium: Ensemble PulsArt mit neuer Musik auf Erfolgskurs

Presseaussendung, 18. März 2019
Vorarlberger Landeskonservatorium

Vorarlberger Landeskonservatorium: Ensemble PulsArt mit neuer Musik auf Erfolgskurs

PulsArt, das Ensemble für Neue Musik des Vorarlberger Landeskonservatoriums unter der Leitung von Benjamin Lack, hat 2018 ein erfolgreiches Debüt gefeiert. Mit der Gründung wurde der Stellenwert der zeitgenössischen Musik am Konservatorium neu gewichtet. Bei den Konzerten am 31. März in Feldkirch und am 2. April in St. Gallen werden Schlüsselwerke des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Kompositionen von Studierenden der Kompositionsklasse von Herbert Willi aufgeführt.

Ein engagiertes Team von Studierenden und Lehrenden des Vorarlberger Landeskonservatoriums hat das Ensemble PulsArt im letzten Jahr gegründet. Ziel des neu formierten Orchesters ist die Auseinandersetzung von jungen Musikerinnen und Musikern mit zeitgenössischen Werken – bedeuten diese Interpretationen klanglich und spieltechnisch meist hohe Herausforderungen. Wichtig ist aber auch der Austausch und Kontakt mit den Komponisten.

Feste Größe
Wie dringlich es war, sich der Gegenwart zu öffnen, hat der erfolgreiche Auftakt mit den Konzerten im Frühjahr 2018 bewiesen. „PulsArt hat sich in kürzester Zeit zu einer festen Größe der Neuen Musik im Bodenseeraum entwickelt“, bestätigt Jörg Maria Ortwein, künstlerischer Leiter des Vorarlberger Landeskonservatoriums. Mit dem neuen Ensemble habe man den Studienmöglichkeiten am Haus ein wesentliches und zugleich sehr attraktives Element hinzugefügt.

So versteht sich PulsArt als lebendige Plattform, auf der sich Studierende und Lehrende des Konservatoriums mit der Interpretation Neuer Musik auseinandersetzen. Im Zentrum der diesjährigen Konzerte, die grenzüberschreitend in Feldkirch und St. Gallen stattfinden, stehen Schlüsselwerke des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Stücke von Studierenden aus der Kompositionsklasse von Herbert Willi.

Klassiker und Uraufführung
Zur Aufführung kommen mit Anton Weberns Konzert op. 24, mit Edgar Vareses „Ionisation“ und György Kurtags „Quasi una fantasia“ drei Klassiker der jüngeren Kompositionsgeschichte. Auf dem Programm steht auch die Uraufführung eines Werks von Tristan Uth. Der 1987 in Augsburg geborene, mehrfach international ausgezeichnet Dirigent und Komponist studiert seit 2015 in der Klasse von Herbert Willi. Bei seiner „Musik für Kammerorchester“ kommt ein Klangstein als besonderes Instrument zum Einsatz.

Das 16-köpfige PulsArt-Ensemble spielt am 31. März und 2. Mai auch das Vibraphon-Konzert von Raphael Lins. Der gebürtige Vorarlberger studiert seit 2015 Komposition am Landeskonservatorium. Sein Stück wurde im vergangenen Jahr im Rahmen des ORF-Festivals „Texte und Töne“ uraufgeführt.

Als Solisten verstärken Benjamin Engeli am Klavier und Percussionist Slavik Stakhov das Ensemble. Engeli unterrichtet seit 2013, Stakhov seit 2017 am Konservatorium. Beide gelten in ihrem Fach als äußerst vielseitige Musiker, die neben ihrer solistischen Tätigkeit auch eine Begeisterung für die Vielfalt von Kammermusik haben.

Studierende des Vorarlberger Landeskonservatoriums veranstalten Klangrausch

Presseaussendung, 4. März 2019
Vorarlberger Landeskonservatorium

Studierende des Vorarlberger Landeskonservatoriums veranstalten Klangrausch

Im Künstlerhaus Bregenz erklingen am 23. März Kurzkonzerte auf allen Etagen

Feldkirch, 4. März 2019 – Das Vorarlberger Landeskonservatorium versetzt das Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis in Bregenz für einen Abend in einen Klangrausch. Studierende und Lehrende laden am 23. März zu einem neuartigen Konzerterlebnis ein. In Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Bregenz, wo derzeit auch Kunststudenten aus Braunschweig ausstellen, konzipieren sie eine musikalische Wanderung. Kurzkonzerte mit Kompositionen von Barock bis Moderne führen durch alle Stockwerke des Hauses.
Klangvielfalt aus allen Epochen und auf allen Etagen: Das Projekt Klangrausch wandert am 23. März durch das ganze Künstlerhaus. Dazu haben rund 40 Studierende des Seminars Kulturmanagement unter Dozent Christoph Thoma am Vorarlberger Landeskonservatorium eine Reihe von 15- bis 30-minütigen Kurzkonzerten erarbeitet.

Von Barock bis Filmmusik
Das Repertoire reicht von Barockklängen über Lieder von Gustav Mahler bis hin zu einem „Grand Film Music Medley“. Haydns „Reiterquartett“ wird ebenso aufgeführt wie Beethovens achtes Streichquartett. Zeitgenössische Kompositionen stammen von Darius Grimmel aus Lindau sowie von den Vorarlberger Komponisten Michael Amann und Simon Frick, der sich auch als Geiger im experimentellen Jazz einen Namen gemacht hat. Sein Violaquartett wird an diesem Abend uraufgeführt.
„Den Studierenden ist es gelungen, in einem modernen Format eine durchgehende Dramaturgie für das Künstlerhaus zu entwickeln“, freut sich Jörg Maria Ortwein. Der künstlerische Leiter des Landeskonservatoriums betont die Bedeutung von praxisorientiertem und projektbezogenem Arbeiten schon während der Ausbildung.

Ein Haus öffnet sich
Inhaltlicher Anknüpfungspunkt im Künstlerhaus Bregenz ist die Ausstellungsreihe „Zur Zeit“, die diesmal Studierende der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig vorstellt. „Der Blick an die Universitäten ist uns wichtig“, betont Maria Simma. Die Präsidentin der Berufsvereinigung bildender Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs freut sich, dass sich das Haus öffnet und unterschiedliche Sparten miteinander in Berührung kommen.

Fade-Out im Foyer
Zum Abschluss spielen die Musiker des Vorarlberger Landeskonservatoriums dem Publikum ab 22 Uhr zum musikalischen Rausch im Tanz auf: „The Alehouse Session“ bringt britische Kneipenmusik des 17. Jahrhunderts zum Klingen – eine Zeit, in der die Musiker, bedingt durch Oliver Cromwells Edikt, nicht mehr in den kulturellen Einrichtungen, sondern nur noch in den Tavernen und Wirtshäusern spielen durften.

Weitere Informationen: www.vlk.ac.at

 


Klangrausch. Das Konzertfest des Vorarlberger Landeskonservatoriums

Samstag, 23. März 2019, 18 Uhr, Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis, Gallusstraße 10, Bregenz
Musikalische Wanderung in Kurzkonzerten von Barock bis Moderne mit 40 Studierenden und Lehrenden des Vorarlberg Landeskonservatoriums durch das Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis. Mit Werken von Beethoven, Piazzolla, Brahms, Haydn, Zemlinsky, Poulenc und anderen.
Karten: an der Abendkasse sowie im Vorverkauf auf www.v-ticket.at
Eintritt für Erwachsene 15 Euro, für Schüler und Jugendliche 10 Euro